Wie man seine Cholesterinwerte in Schach hält (18. Februar 2025)
- Marnie Menkens
- 18. März
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: vor 4 Tagen
Serie „Sicher im Alter“ des Vereins für kommunale Prävention – Hausarzt Klaus-Peter Schaps gibt Tipps
Das Cholesterin zählt zu den Fetten und ist für den Körper ein sehr wichtiges Molekül. Zum einen dient es als wichtiger Energielieferant und zum anderen ist es ein notwendiger Grundbaustoff für die Hormone des Körpers.
Zu viel an Cholesterin kann allerdings auch schädlich sein. Wird das durch Nahrungsaufnahme zugeführte Cholesterin nicht adäquat in Energie umgewandelt oder zu Hormonen verbaut, so werden diese überschüssigen Fette in minderwertiges Fettgewebe umgewandelt und im Bauchfett gespeichert oder noch viel schlimmer in den Arterienwänden als Plaques abgelagert.
Hier können sie großen Schaden anrichten und im langfristigen Verlauf zur Arterienverstopfung und letztendlich sogar zum Arterienverschluss führen! Geschieht dies im Kopf oder im Herzen sind der Schlaganfall oder der Herzinfarkt die Folge.
Die Cholesterinsenkung ist ein in der Öffentlichkeit immer wieder kontrovers diskutiertes Thema. Die wissenschaftliche Datenlage ist allerdings eindeutig und ist Grundlage der folgenden Empfehlungen.
Bewusster essen
Durch die Ernährung lässt sich das Cholesterin leider nur begrenzt reduzieren! Da es sich bei diesem Molekül ja um einen wichtigen Baustoff handelt, kann der Körper das Cholesterin in Teilen auch selbst herstellen. Diese Fähigkeit zur Cholesterinherstellung ist individuell unterschiedlich und genetisch veranlagt.
Trotzdem lässt sich die ernährungsbedingte Cholesterinaufnahme durch bewusstes Essen senken. Gute Cholesterintabellen findet man vielfach im Internet. Zu nennen sind hier nur die Hauptcholesterinlieferanten, wie hauptsächlich der Käse, gehärtete Fette (Palm- und Kokosöl), Schmalz, Speck, Salami, Torte, Sahne und Süßigkeiten. Wer diese Cholesterine schon meidet, kann seinen Cholesterinspiegel im Blut um circa 30 Prozent reduzieren. Das viel Bewegung natürlich Cholesterin verbrennt, ist klar und sei hier nur nebenbei erwähnt.
Medikamente
Als medikamentöse Therapie stehen verschiedene Möglichkeiten zu Verfügung, die die körpereigene Cholesterinherstellung im Blut reduzieren oder die Aufnahme von Cholesterin im Darm hemmen. Welche Medikation zum Einsatz kommt, ist eine individuelle Entscheidung, die mit der Hausärztin oder dem Hausarzt besprochen werden sollte.
Cholesterinwert bestimmen
Die Bestimmung des Cholesterinwertes im Blut ist eine Kassenleistung und die medikamentöse Therapie darf seit Kurzem auch vorbeugend zulasten der Krankenkassen auf Kassenrezept verschrieben werden. Im Rahmen der Gesundheitsvorsorge (Check-up, TÜV) dürfen alle drei Jahre auch die verschiedenen Untergruppen des Cholesterins, wie das LDL oder HDL zu Lasten der Krankenkasse mitbestimmt werden. Ein hoher LDL-Anteil ist besonders schädlich für die Gefäße, ein hoher HDL-Anteil schützt vor der schädlichen Wirkung des LDL.
Für Cholesterinsenkung nie zu spät
Für eine Cholesterinsenkung, egal ob durch eine Ernährungsumstellung oder Medikation, ist es nie zu spät. Zwar lassen sich bereits erfolgte Cholesterinablagerung in den Gefäßen oder im Bauchfett nicht mehr wesentlich beeinflussen, aber die Zunahme einer Plaque und somit die Gefahr eines Gefäßverschlusses lässt sich noch sehr gut bremsen.
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