Vorsorge kann Knochenbrüche verhindern (5. März 2025)
- Marnie Menkens
- 18. März
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: vor 4 Tagen
Wilhelmshavener Arzt Klaus-Peter Schaps gibt Tipps zu Osteoporose – VKP-Serie „Sicherheit im Alter“
Der Knochenschwund, vom Mediziner Osteoporose genannt, ist im Wesentlichen eine Knochenerkrankung des hohen Alters, kann in wenigen Fällen aber auch durch die dauerhafte Einnahme von Medikamenten als Nebenwirkung auftreten, wie zum Beispiel bei der langfristigen Behandlung mit oralen Kortisonpräparaten.
Regelmäßig die Knochendichte messen
Die Knochendichte eines Knochens wird im Normalfall überwiegend durch die Geschlechtshormone reguliert. Mit den Wechseljahren verändert sich die Ausschüttung der Östrogene bei der Frau wesentlich, sodass das Risiko einer Osteoporose deutlich steigt. Da der Mann bis in das hohe Alter Testosteron produziert, hat er ein deutlich geringeres Risiko, eine Osteoporose zu entwickeln.
Die Knochendichte wird im Rahmen einer Knochendichtemessung erhoben. In Wilhelmshaven wird diese Knochendichtemessung von einigen Orthopäden erbracht und muss bezahlt werden, da sie keine Kassenleistung darstellt. Ausnahmen sind aber möglich.
Kalzium und Vitamin D besonders wichtig
Wichtig für die Knochendichte sind die Baustoffe Kalzium und Vitamin D. Die Bestimmung des Vitamin D im Blut ist keine Kassenleistung und muss ebenfalls bezahlt werden. Bei einem Mangel an Vitamin D und/oder Kalzium sollten diese Stoffe in Tablettenform ergänzt werden.
Die Dosis der Tabletteneinnahme ist abhängig von der Bestimmung dieser Stoffe im Blut und von dem eventuellen Vorliegen von Begleiterkrankungen und muss somit individuell mit der Hausärztin, dem Hausarzt, der Orthopädin oder dem Orthopäden besprochen werden.
Medikamente bei schweren Fällen
In schweren Fällen der Osteoporose kommen zusätzlich Medikamente zum Einsatz, die als Tablette oder in Spritzenform gegeben, den Einbau von Kalzium und Vitamin D in den spröden Knochen beschleunigen, um diesen wieder zu festigen. Um in diesem Fall sicherzustellen, dass ausreichend Vitamin D und Kalzium zu Verfügung steht, sollte deren Spiegel im Blut im Verlauf zur Kontrolle bestimmt werden. Die Kosten muss auch in diesem Falle der Patient selber tragen.
Sturzgefahr und Knochenbrüche
Mit dem Alter steigt die Sturzgefahr und somit auch das Risiko für Knochenbrüche. Diese können lange Krankenhaus- und Aufenthalte in Rehakliniken nach sich ziehen. Die Überprüfung des Vitamin-D-Spiegels im Blut sollte man somit je nach Befund durchführen und die Dosierung gegebenenfalls anpassen. Je dichter und härter der Knochen, desto besser der Schutz vor Knochenbrüchen im Alter. Sich frühzeitig um seine Knochen zu kümmern ist also eine sinnvolle Investition in die Zukunft.
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